30. Geburtstag, italienisches Lebensgefühl und endlich wieder Richtung Süden: Anlässlich von Edes 30. Geburtstag haben wir die letzten drei Tage gemeinsam mit einigen Freunden in einer gemütlichen Hütte in Plesio am Comer See verbracht. Und was soll ich sagen? Wir hätten uns kaum einen schöneren Ort für dieses kleine Geburtstagswochenende vorstellen können.
Die Berge im Hintergrund, der Comer See tief unter uns und diese ganz besondere Mischung aus Ruhe, Natur und italienischem Lebensgefühl – wir waren sofort verliebt. Wer einmal am Comer See war, versteht vermutlich, was wir meinen. Hier scheint selbst das einfache Zusammensitzen auf einer Terrasse mit einem Glas Wein ein kleines Stück Urlaub zu sein.
Plesio am Comer See – Bella Italia mit Bergblick
Plesio liegt oberhalb des Comer Sees in der Lombardei und gehört zu den kleinen Orten, die einen ganz anderen Eindruck vom berühmten See vermitteln als die bekannten Touristenorte direkt am Wasser. Statt großer Promenaden und mondäner Villen gibt es hier vor allem Berge, kleine Straßen, Natur und spektakuläre Ausblicke.
Der Comer See – italienisch Lago di Como – ist einer der tiefsten Seen Europas und seit Jahrhunderten ein beliebtes Ziel für Reisende. Besonders bekannt ist die Region für ihre eleganten Villen, mediterranen Gärten und die beeindruckende Bergkulisse. Orte wie Bellagio, Varenna und Como ziehen jedes Jahr zahlreiche Besucher an.
Wir haben unseren Aufenthalt in Plesio allerdings vor allem genossen, weil wir hier einmal etwas Abstand vom Trubel hatten. Gemeinsam mit Freunden, gutem Essen, langen Gesprächen und natürlich dem ein oder anderen Glas zum Anstoßen ließ sich Edes 30. Geburtstag wunderbar feiern.
Und natürlich durfte auch Hannah mit dabei sein. Für uns gehört genau das zum Thema vegan reisen mit Hund dazu: Nicht nur das Reiseziel muss passen, sondern auch die Unterkunft, die Umgebung und die Möglichkeiten, gemeinsam unterwegs zu sein.
Abschied von den Freunden und weiter Richtung Süden
Während es für unsere Freunde nach dem Geburtstagswochenende wieder zurück Richtung Heimat ging, begann für uns erst der eigentliche Urlaub.
Unser Ziel: die Toskana.
Da wir aber nicht die komplette Strecke an einem Tag mit Hannah zurücklegen wollten, entschieden wir uns bewusst dafür, die Fahrt gemütlicher anzugehen. Gerade wenn man mit Hund durch Italien reist, finden wir es angenehmer, nicht einfach möglichst schnell am Urlaubsziel anzukommen. Lieber planen wir unterwegs einen schönen Zwischenstopp ein, erkunden eine Stadt und machen aus der Anreise selbst einen Teil der Reise.
Unser erster geplanter längerer Zwischenstopp sollte deshalb Genua werden. Zwei Tage wollten wir dort verbringen, bevor es weiter in Richtung Toskana geht.
Aber bevor wir den Comer See endgültig hinter uns ließen, stand noch ein weiterer Stopp auf dem Programm: Como.
Como am Comer See – ein schöner Zwischenstopp auf dem Weg nach Süden
Como liegt am südwestlichen Ende des Comer Sees und ist gleichzeitig die größte Stadt am See. Die Stadt ist vor allem für ihre Lage, ihre historische Altstadt und ihre lange Tradition in der Seidenproduktion bekannt.
Schon die Römer schätzten die Lage von Como. Die Stadt entwickelte sich im Laufe der Jahrhunderte zu einem wichtigen Handelszentrum. Heute ist sie vor allem Ausgangspunkt für Ausflüge rund um den Comer See und natürlich ein beliebtes Reiseziel für Italienliebhaber.
Wir fanden Como vor allem eines: richtig hübsch.
Besonders gut gefallen hat uns, dass man sich nicht ausschließlich auf den großen und bekannten Straßen bewegen muss. Wer ein wenig Zeit mitbringt und sich in die kleineren Seitengassen begibt, kann dem größten Trubel erstaunlich gut entkommen.
Genau das machen wir auf unseren Reisen sowieso besonders gerne. Natürlich möchten wir die bekannten Sehenswürdigkeiten sehen, aber mindestens genauso spannend finden wir es, einfach einmal abzubiegen und zu schauen, was hinter der nächsten Ecke kommt.
Gerade mit Hund in Como sind die ruhigeren Gassen für uns angenehmer als überfüllte Einkaufsstraßen. Hannah konnte in Ruhe mit uns unterwegs sein, während wir die italienische Architektur, kleine Geschäfte und die Atmosphäre der Stadt auf uns wirken ließen.
Vegan essen in Como – dank HappyCow kein Problem
Und natürlich stellte sich auch in Como wieder die wichtigste Frage für uns: Wo gibt es etwas Veganes?
Wer vegan durch Italien reist, muss sich zum Glück immer weniger Gedanken darüber machen. Gerade in größeren Städten findet man mittlerweile eine schöne Auswahl an veganen und vegetarischen Angeboten. Trotzdem hilft uns eine App auf unseren Reisen immer wieder dabei, interessante Restaurants und Cafés zu entdecken: HappyCow.
Dank HappyCow sind wir auf das kleine vegane Bistro Le Golose Imperfezioni gestoßen.
Schon beim Betreten hatten wir das Gefühl, einen kleinen kulinarischen Geheimtipp gefunden zu haben. Dort gibt es nicht nur vegane Kleinigkeiten, sondern auch selbstgemachte Backwaren. Genau solche Orte lieben wir auf Reisen: klein, persönlich und mit einer Auswahl, bei der man am liebsten alles einmal ausprobieren möchte.
Für uns gehört gutes veganes Essen mittlerweile einfach zu einem gelungenen Urlaub dazu. Vegan reisen mit Hundbedeutet für uns schließlich nicht, auf Genuss zu verzichten. Im Gegenteil: Wir freuen uns immer, wenn wir unterwegs neue vegane Cafés, Restaurants und kleine Bäckereien entdecken.
Und Como hatte noch eine weitere Überraschung für uns parat.
Veganes Eis in Como
Natürlich darf bei einem Italien-Trip eines niemals fehlen: Gelato.
Also machten wir uns auf die Suche nach veganem Eis und landeten bei Gelab Gelateria. Die Auswahl an veganen Sorten hat uns richtig begeistert.
Gerade beim Eis merkt man, wie einfach es mittlerweile sein kann, vegan in Italien zu reisen. Während veganes Eis früher häufig aus ein oder zwei Sorbets bestand, gibt es inzwischen vielerorts deutlich mehr Auswahl.
Und ganz ehrlich: Ein cremiges italienisches Gelato gehört für uns einfach zum Urlaubsgefühl dazu.
Nach unserem kulinarischen Zwischenstopp schlenderten wir noch ein wenig durch Como, bevor es für uns weiterging.
Weiter nach Genua – unser Zwischenstopp mit Hund
Nach Como hieß es endgültig: Richtung Ligurien.
Unser nächstes Ziel war Genua, wo wir zwei Tage bleiben wollten. Die Strecke von Como nach Genua ist zwar gut machbar, aber mit Hund planen wir unsere Fahrten bewusst etwas entspannter.
Für Hannah bedeutet Autofahren schließlich auch irgendwann Pause, frische Luft und neue Eindrücke. Und für uns bedeutet langsameres Reisen, dass wir nicht das Gefühl haben, von einem Programmpunkt zum nächsten hetzen zu müssen.
Genau deshalb mögen wir Zwischenstopps so sehr.
Aus einer langen Autofahrt wird plötzlich ein kleines Reiseabenteuer.
Genua war für uns dabei nicht nur irgendein Übernachtungsstopp. Die Hafenstadt an der ligurischen Küste hat eine lange und spannende Geschichte und war über Jahrhunderte eine der bedeutendsten Seemächte im Mittelmeerraum.
Die Altstadt von Genua gehört zu den größten historischen Altstädten Europas. Besonders bekannt sind die sogenannten Caruggi – enge, verwinkelte Gassen, die sich durch das historische Zentrum ziehen. Außerdem ist Genua für die prächtigen Paläste der Palazzi dei Rolli bekannt, die zum UNESCO-Welterbe gehören.
Genau diese Mischung aus Geschichte, Meer, kleinen Gassen und italienischem Stadtleben wollten wir uns in den nächsten beiden Tagen genauer anschauen.
Aber heute war davon erst einmal noch nicht viel zu sehen.
Erst einmal Siesta
Nach der Fahrt hieß es bei uns nämlich ganz einfach: ankommen, Koffer abstellen und durchatmen.
Für uns drei gab es erst einmal eine kleine Siesta.
Denn auch wenn wir uns schon riesig darauf freuten, Genua zu entdecken, wollten wir nicht völlig erschöpft durch die Stadt laufen. Gerade beim Reisen mit Hund finden wir es wichtig, auch einmal einen Gang zurückzuschalten.
Also hieß es heute: Füße hoch, entspannen und Kräfte sammeln.
Morgen wartet Genua auf uns.
Und danach geht es weiter Richtung Toskana – unserem eigentlichen Urlaubsziel.
Wir sind gespannt, was uns dort erwartet, welche veganen Leckereien wir entdecken werden und wie gut sich die Toskana mit Hund erkunden lässt.
Eines steht jedenfalls schon fest: Italien hat uns wieder einmal.











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