Schweden ist für uns eines dieser Länder, in denen sich Stadt und Natur wunderbar miteinander verbinden lassen. Durch historische Gassen schlendern, vegane Köttbullar genießen und irgendwo am Wasser die Ruhe der schwedischen Natur erleben.
Genau diese Mischung macht unsere Reise durch Schweden mit Hund so besonders.
Stockholm mit Hund: Sightseeing, Gamla Stan und vegane Köttbullar
Den Tag vor Stockholm verbringen wir auf einem Campingplatz außerhalb der Stadt.
Ein perfekter Ort, um vor dem Großstadttrubel noch einmal zur Ruhe zu kommen.
Wer nicht mit dem Camper unterwegs ist, kann hier auch kleine Ferienhäuser mieten. Ohne Reservierung lohnt es sich, früh anzureisen, denn die Plätze können schnell vergeben sein.
Beim Check-in wird auch Hannahs EU-Heimtierausweis kontrolliert. Wer mit Hund nach Schweden reist, sollte sich generell frühzeitig mit den Einreisebestimmungen beschäftigen. Für Hunde aus EU-Ländern sind unter anderem eine gültige Kennzeichnung und ein EU-Heimtierausweis mit dokumentierter Tollwutimpfung erforderlich. Die Bestimmungen wurden 2026 aktualisiert, weshalb wir empfehlen, die aktuellen Vorgaben vor jeder Reise noch einmal zu prüfen.
Am Abend wartet dann noch ein besonderes Highlight auf uns: Ein riesiger Biber planscht ganz entspannt am Ufer.
Für einen Moment fühlt es sich an, als wären wir mitten in der Wildnis – dabei ist Stockholm nur einen Katzensprung entfernt.
Nach einer erholsamen Nacht geht es weiter in die schwedische Hauptstadt.
Stockholm ist übrigens eine Stadt, die wie gemacht für Entdecker ist: Die Hauptstadt verteilt sich auf 14 Inseln, die durch zahlreiche Brücken miteinander verbunden sind. Gleichzeitig liegt der riesige Stockholmer Schärengarten mit mehr als 30.000 Inseln, Schären und Felsen direkt vor den Toren der Stadt.
Da wir mit unserem Camper nicht zentral parken möchten, stellen wir ihn etwas außerhalb ab und laufen von dort zur nächsten U-Bahn-Station.
Das öffentliche Verkehrsnetz in Stockholm ist hervorragend ausgebaut. Eine Einzelfahrt mit dem SL-System gilt aktuell 75 Minuten und kostet 43 SEK für Erwachsene.
Unsere Sightseeing-Tour starten wir am Aussichtspunkt Mariaberget mit einem wunderschönen Blick über Stockholm.
Von hier aus lässt sich besonders gut erkennen, wie eng Wasser, historische Gebäude und moderne Stadt miteinander verbunden sind.
Anschließend schlendern wir durch die verwinkelten Gassen von Gamla Stan.
Die Altstadt gehört zu den ältesten Stadtteilen Stockholms und geht bis ins Mittelalter zurück. Viele der heute erhaltenen Gebäude stammen aus dem 16. und 17. Jahrhundert. Die engen Kopfsteinpflastergassen, bunten Fassaden und kleinen Plätze machen Gamla Stan zu einem der charakteristischsten Orte der Stadt.
Zwischen Cafés, kleinen Souvenirläden und historischen Sehenswürdigkeiten gibt es hinter jeder Ecke etwas Neues zu entdecken.
Weiter geht es über Helgeandsholmen, vorbei am Reichstagsgebäude und schließlich zum Königlichen Schloss.
Irgendwann brauchen wir allerdings eine Pause.
Und was wäre eine Schweden-Reise ohne einen echten Klassiker?
Also lassen wir uns in einem veganen Restaurant nieder und gönnen uns natürlich vegane Köttbullar.
Schwedische Küche und veganes Reisen passen für uns erstaunlich gut zusammen.
Auf dem Rückweg machen wir noch einen Stopp an der U-Bahn-Station Hornstull und decken uns dort mit veganen Backwaren ein.
In der U-Bahn-Station entdecken wir außerdem einen Supermarkt mit einer riesigen Auswahl an veganen Produkten.
Perfekt für unseren Camper-Vorrat.
Müde und voller neuer Eindrücke geht es anschließend zurück zu unserem Zuhause auf vier Rädern.
Wir fahren noch ungefähr eine Stunde in Richtung Norrköping, wo wir uns einen Platz für die Nacht suchen.









Norrköping: Industriestadt trifft Vanlife und Glamping am Wasser
Nach Stockholm verbringen wir die Nacht auf einem Rastplatz nahe Norrköping.
Da wir am nächsten Campingplatz erst ab Mittag einchecken können, nutzen wir den Vormittag, um die Stadt zu erkunden.
Und Norrköping überrascht uns.
Die ehemalige Industriestadt ist vor allem für ihre historische Industrilandschaft entlang des Flusses Motala ström bekannt. Die alten Fabrikgebäude aus der Textilindustrie wurden erhalten und teilweise zu Museen, Cafés, Restaurants und Kulturorten umgebaut. Besonders markant ist das Gebäude des Museums der Arbeit, das auf einer kleinen Insel im Fluss liegt und wegen seiner ungewöhnlichen Form den Spitznamen „Strykjärnet“, also „Bügeleisen“, trägt.
Auch für die Freizeitgestaltung ist einiges geboten: Parks, Sportanlagen, Badegelegenheiten und ein Hundespielplatz machen Norrköping zu einem angenehmen Zwischenstopp für eine Reise mit Hund.
Vom Parkplatz am Freibad laufen wir ungefähr eine halbe Stunde bis in die Innenstadt.
Dort schlemmen wir uns im veganen @kafetassen quer durch die Karte.
Besonders schön finden wir, dass es in vielen schwedischen Cafés nicht nur kostenloses Wasser gibt, sondern teilweise auch Filterkaffee.
Satt und zufrieden machen wir uns auf zu unserem nächsten Halt.



Glamping in Schweden: Eine Nacht direkt am Wasser
Wir haben uns für einen naturnahen Campingplatz an der Küste entschieden – etwas abgelegen, direkt am Wasser und mit eigener Floating Sauna.
Was wir in Oslo nicht geschafft haben, gönnen wir uns hier ganz in Ruhe.
Der Glampingplatz @ornviken_soderkoping bietet neben Stellplätzen auch Jurten und kleine Floating-Zelte direkt am Wasser.
Im Sommer gibt es außerdem einen Foodtruck und eine mobile Bar. SUPs und Kanus können ebenfalls gemietet werden.
Zunächst sind wir ein wenig enttäuscht, dass kein Stellplatz direkt am Wasser mehr frei ist.
Doch unser Platz etwas oberhalb entpuppt sich schnell als Glücksgriff.
Er ist angenehm ruhig, großzügig und für Hannah sogar deutlich entspannter als die dicht an dicht stehenden Camper direkt am Wasser.
Gebucht wird alles unkompliziert online – sowohl der Stellplatz als auch unser Sauna-Slot.
Die kontaktlose Organisation funktioniert für uns perfekt.
Am Abend heißt es dann: Sauna, Sprung ins kalte Wasser und einfach die Seele baumeln lassen.
Genau solche Momente sind es, wegen denen wir das Reisen mit dem Camper so lieben.
Zum Abschluss gönnen wir uns noch Pommes vom Imbiss und dazu vegane Currywurst aus dem Glas aus unseren Vorräten.
Ein rundum entspannter Tag geht zu Ende.




Into the Wild: Vanlife in Schweden
Zwischen aufregenden Sightseeing-Tagen zieht es uns in Schweden immer wieder hinaus in die Natur.
Unser Van ist dafür bestens ausgestattet: Dank Solarstrom, ausreichend Batteriespeicher, einer Trockentrenntoilette und einem kleinen Wasserkreislauf können wir bis zu drei Tage weitgehend autark unterwegs sein.
Gerade beim Vanlife in Schweden ist uns wichtig, möglichst wenig Spuren zu hinterlassen. Das schwedische Jedermannsrecht, die sogenannte Allemansrätten, ermöglicht zwar einen besonders freien Zugang zur Natur, ist aber gleichzeitig mit viel Verantwortung verbunden. Wer unterwegs ist, soll Rücksicht auf Natur, Tiere, andere Menschen und Grundstückseigentümer nehmen. Für Wohnmobile und Camper gelten zusätzlich besondere Regeln: Das Befahren und Parken abseits dafür vorgesehener Wege und Flächen ist in der Natur grundsätzlich nicht erlaubt. Deshalb suchen wir gezielt nach geeigneten Stell- und Campingplätzen und informieren uns vor Ort über die jeweiligen Regeln.
Wenn wir einen schönen Platz gefunden haben, halten wir Abstand zu Wohnhäusern, verhalten uns ruhig und hinterlassen unseren Stellplatz genauso, wie wir ihn vorgefunden haben. Müll und Essensreste nehmen wir selbstverständlich wieder mit.
Am liebsten stehen wir an kleinen, ruhigen Seen.
Dort können wir uns im kühlen Wasser erfrischen, mit Hannah eine Runde spazieren gehen und einfach mal die Seele baumeln lassen.
Zwischen Wäldern und Seen sammeln wir frische Heidelbeeren und genießen genau diese kleinen Momente, die das Vanlife für uns so besonders machen.
Auch für Hannah sind diese Tage eine willkommene Pause nach den aufregenden City-Touren.
Während wir gemeinsam durch die Natur streifen, neue Kraft tanken und einfach im Hier und Jetzt leben, fühlt sich Schweden ein kleines bisschen nach Freiheit an.
Und genau dafür lieben wir das Reisen mit unserem Van.









Malmö mit Hund: Unser letzter Stopp in Schweden
Zwei Wochen sind wir nun schon unterwegs und langsam rückt die Rückreise näher.
Doch bevor es nach Hause geht, warten noch einige fantastische Orte auf uns.
Unser nächstes Ziel: Malmö.
Die südschwedische Hafenstadt liegt am Öresund und verbindet skandinavisches Stadtleben mit Meer, Parks, moderner Architektur und einer überraschend internationalen Gastronomieszene.
Für uns ist Malmö außerdem der letzte Stopp unserer Schweden-Reise mit Hund.
Die Nacht verbringen wir im Yachthafen von Lomma, einem kleinen Ort direkt vor den Toren Malmös.
Hier stehen wir mit unserem Van direkt am Wasser.
Nachts sind die Parkplätze kostenlos und gegen Gebühr können wir sogar die Sanitäranlagen des Yachtklubs nutzen.
Am nächsten Morgen geht es hinein in die Stadt.
Wir schlendern gemütlich durch die Altstadt, entdecken kleine Gassen und machen einen Abstecher in den Schlosspark.
Dort findet Hannah schnell neue vierbeinige Freunde und kann ausgiebig toben.
Überhaupt lässt sich Malmö wunderbar zu Fuß entdecken. Gleichzeitig gibt es rund um die Stadt zahlreiche Grün- und Naturflächen. Der Schlosspark und die angrenzenden Parkanlagen verbinden sich mit dem historischen Malmöhus und den Bereichen am Öresund. Malmöhus ist übrigens das älteste erhaltene Renaissance-Schloss Skandinaviens.
Wer Malmö einmal aus einer anderen Perspektive erleben möchte, kann die Stadt auch vom Wasser aus entdecken.
Kleine Boote fahren durch die Kanäle und zeigen Malmö von einer ganz anderen, ruhigen Seite.
Auch kulinarisch kommen wir auf unsere Kosten.
Malmö ist für seine vielfältige Gastronomieszene bekannt und eignet sich deshalb wunderbar für alle, die vegan reisen möchten.
Wir genießen ein richtig leckeres Mittagessen.
Da heute mein Geburtstag ist, darf natürlich auch etwas Süßes nicht fehlen.
Deshalb machen wir noch einen Abstecher zu einem Cafe´ welches neben veganen Kuchen auch Cupcakes für Hunde anbietet .
Hier gibt es nicht nur vegane Leckereien für uns, sondern auch Hannah kommt voll auf ihre Kosten.
Langsam neigt sich unser Tag dem Ende zu.
Und eigentlich könnten wir jetzt einfach in Schweden bleiben.
Doch unsere Reise geht weiter.
Wir beschließen, noch über die beeindruckende Öresundbrücke nach Kopenhagen zu fahren.
Die rund 16 Kilometer lange Verbindung zwischen Malmö und Kopenhagen besteht aus Brücke, künstlicher Insel und Tunnel und verbindet Schweden mit Dänemark.
Dort finden wir etwas außerhalb der Stadt einen günstigen Stellplatz für die Nacht.
Und während die Sonne blutrot am Horizont versinkt wissen wir schon jetzt:
Schweden wird uns wiedersehen.









Unsere Tipps für Stockholm
Campingplatz-Tipp: @klubbensborg
Restaurant-Tipp: @verterestaurang
Vegan unterwegs: @bagarnhornstull
Unsere Tipps für Norrköping
Camping- und Glamping-Tipp: @ornviken_soderkoping
Veganer Restaurant-Tipp: @kafetassen
Unsere Tipps für Malmö
Stellplatz-Tipp: Greve Marina Autocamper Plads
Restaurant-Tipp: @nomithekarakal
Café-Tipp: @cafemyka


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