Dänemark im Camper mit Hund: Vegan reisen zwischen Stadt, Meer und Natur

Nach unseren letzten Tagen in Schweden führt uns unsere Reise weiter nach Dänemark.

Unser nächstes Ziel: Kopenhagen.
Die dänische Hauptstadt ist für ihre bunten Häuser, historischen Bauwerke, unzähligen Fahrräder und natürlich ihre Kanäle bekannt. Gleichzeitig fühlt sich Kopenhagen erstaunlich entspannt an – besonders, wenn man die Stadt zu Fuß und mit Hund erkundet.

Kopenhagen mit Hund entdecken

Wir parken etwas außerhalb auf einem kostenlosen Wanderparkplatz und fahren von dort mit den öffentlichen Verkehrsmitteln in rund einer halben Stunde bis zum Hauptbahnhof.
Für uns kostet die Fahrt etwa 4 Euro pro Person. Hannah braucht dabei ein eigenes Kinderticket, was wir bei der Planung unserer Kopenhagen-Tour mit Hund vorher gar nicht auf dem Schirm hatten.

Am Hauptbahnhof angekommen, beginnt unser Streifzug durch Kopenhagen.
Vorbei am Rathaus geht es für uns Richtung Hafen.
Das Rathaus von Kopenhagen liegt direkt am zentralen Rathausplatz und gehört zu den bekanntesten Gebäuden der Stadt. Von hier aus ist es nicht weit bis zur Fußgängerzone Strøget, die zu den längsten Einkaufsstraßen Europas zählt.
Wir lassen die Shoppingmeile allerdings links liegen und machen uns auf den Weg zum Wasser.

Kopenhagen ist eine Stadt, die stark vom Meer geprägt ist. Die zahlreichen Kanäle ziehen sich durch die Innenstadt und machen es eigentlich perfekt, die Stadt einmal vom Wasser aus zu erkunden.
Doch heute bleiben wir lieber zu Fuß unterwegs.
So können wir in unserem eigenen Tempo durch die Stadt schlendern und Hannah hat zwischendurch immer wieder Gelegenheit, kleine Pausen einzulegen.

Nyhavn: Kopenhagens wohl bekanntestes Fotomotiv

Unser Weg führt uns schließlich zum berühmten Nyhavn.
Und natürlich verstehen wir sofort, warum dieser Ort auf beinahe jedem Kopenhagen-Foto zu finden ist.

Die bunten Häuser entlang des historischen Hafens reihen sich direkt am Wasser aneinander und bilden eine der bekanntesten Kulissen der Stadt. Der Hafen wurde bereits im 17. Jahrhundert angelegt und war früher ein wichtiger Handelsplatz für Kopenhagen.

Auch der wohl bekannteste dänische Märchenerzähler, Hans Christian Andersen, lebte mehrere Jahre in Nyhavn. Heute findet man hier vor allem Restaurants, Cafés und jede Menge Menschen, die versuchen, das perfekte Foto zwischen den bunten Häuserfassaden zu bekommen.

Wir lassen uns davon natürlich nicht stressen und genießen lieber die Atmosphäre.
Nach einer kurzen Mittagspause  geht es für uns weiter.

Die Kleine Meerjungfrau: Muss man gesehen haben?

Unser nächstes Ziel ist die berühmte Kleine Meerjungfrau.
Ganz ehrlich?
So ganz verstehen wir den Hype um die kleine Bronzeskulptur nicht.
Aber wenn man schon einmal in Kopenhagen ist, gehört sie irgendwie dazu.

Die Statue wurde 1913 nach dem Märchen von Hans Christian Andersen geschaffen und geht auf den Bildhauer Edvard Eriksen zurück. Seit mehr als 100 Jahren sitzt sie nun auf einem Felsen an der Langelinie und blickt hinaus auf den Øresund.

Und auch wenn die Kleine Meerjungfrau selbst ziemlich klein ist, ist die Umgebung für uns mit Hund viel interessanter.
Rund um die Langelinie gibt es schöne Wege und Grünflächen, sodass Hannah sich nach dem Stadttrubel ein bisschen austoben kann.
Genau solche kleinen Pausen machen das Reisen mit Hund für uns so angenehm.

Kastellet: Geschichte mitten in der Stadt

Auf dem Rückweg schlendern wir noch durch das Kastell von Kopenhagen.
Die sternförmige Festungsanlage wurde im 17. Jahrhundert errichtet und gehört heute zu den am besten erhaltenen Festungsanlagen Europas.

Zwischen den alten Wallanlagen, historischen Gebäuden und grünen Wegen fühlt es sich für einen Moment fast so an, als wären wir weit außerhalb der Stadt.
Für uns ist Kastellet deshalb einer dieser Orte, an denen sich Sightseeing und Spaziergang mit Hund wunderbar miteinander verbinden lassen.
Langsam merken wir allerdings, dass zwei Sightseeing-Tage hintereinander ihre Spuren hinterlassen.
Nicht nur bei uns.
Auch Hannah freut sich über ein bisschen mehr Ruhe.

Raus aus der Stadt: Meer statt Großstadttrubel

Der Tag neigt sich langsam dem Ende zu und wir beschließen, Kopenhagen wieder den Rücken zu kehren.
Wir fahren noch gut eine Stunde und finden bei Nørrevang einen ruhigen Platz für die Nacht.
Am nächsten Morgen bleiben wir einfach hier.

Mit Blick aufs Meer, frischer Luft und langen Spaziergängen am Strand.
Kein Sightseeing. Kein Zeitplan. Einfach nur wir, unser Van und Hannah.
Nach den vielen Eindrücken der vergangenen Tage tut diese Ruhe unglaublich gut.

Und genau deshalb lieben wir das Reisen mit Hund im Camper so sehr: Wir können selbst entscheiden, wann wir weiterziehen und wann wir einfach bleiben.
Kopenhagen war laut, bunt und voller Geschichten.

Letzte Nacht in Dänemark

Nach unserem Tag am Meer verbringen wir noch eine Nacht auf der Durchreise – auf einem kleinen, ruhigen Parkplatz kurz hinter der Storebæltsbroen.
Die Große-Belt-Brücke verbindet die dänischen Inseln Fünen und Seeland und ist mit einer Gesamtlänge von rund 18 Kilometern eines der beeindruckendsten Bauwerke Dänemarks.
Auch hier ist es wunderbar ruhig und abgelegen, mit direktem Zugang zum Meer.
Die kleine Bucht ist so wunderschön, dass ich mir für einen kurzen Moment wünsche, einfach für immer hierzubleiben.
Das Wasser glitzert, Hannah kann noch einmal ausgiebig am Strand spazieren und wir genießen unseren letzten Abend in Dänemark.
Doch am nächsten Morgen heißt es Abschied nehmen.
Unser Weg führt zurück nach Deutschland.

Hinter uns liegen Norwegen Schweden und Dänemark – drei Länder, die uns auf dieser Reise mit wunderschönen Landschaften, spannenden Städten und vielen veganen Food-Spots überrascht haben.

Und auch wenn wir uns langsam wieder Richtung Heimat bewegen, fühlt es sich noch gar nicht nach dem Ende unserer Reise an.

Denn genau das ist für uns Vanlife:
Man weiß nie ganz genau, wo man am nächsten Morgen aufwacht.
Und manchmal sind es gerade die ungeplanten Orte am Meer, die am längsten in Erinnerung bleiben.

Unser Restaurant-Tipp für Kopenhagen

Veganer Restaurant-Tipp: @bistroverdecph

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