Manchmal entstehen die schönsten Reisen ganz nebenbei.
Ein beruflicher Termin führt uns in die Nähe von Bamberg – und plötzlich haben wir den perfekten Anlass für einen kleinen Kurztrip.
Warum also nicht einfach eine Nacht bleiben?
Wir packen unsere Sachen, schnappen uns Hannah und machen uns auf den Weg nach Bamberg. Was zunächst nur als praktische Übernachtung rund um einen Termin gedacht war, entwickelt sich ziemlich schnell zu einem kleinen Städteabenteuer.
Unser Zuhause für die Nacht ist das hundefreundliche ibis Styles Bamberg mitten in der Altstadt.
Die Lage könnte für unseren kurzen Aufenthalt kaum besser sein. Vieles lässt sich von hier aus zu Fuß erreichen – und genau das wollen wir auch tun.
Bamberg erkundet man schließlich am besten, wenn man sich einfach treiben lässt.
Bamberg Altstadt: Ein Spaziergang durch die Geschichte
Unser erster Weg führt uns zum Maxplatz.
Hier steht der gleichnamige Maximiliansbrunnen, der den Platz prägt und mit seinen monumentalen Figuren einen ersten Eindruck davon vermittelt, wie viel Geschichte in Bamberg steckt.
Wir sind an einem Sonntag unterwegs und die Stadt wirkt erstaunlich ruhig.
Fast alle Geschäfte haben geschlossen, nur einige kleine Souvenirläden sind geöffnet. Die Straßen sind beinahe menschenleer und wir haben das Gefühl, Bamberg ein wenig für uns allein zu haben.
Für einen Städtetrip mit Hund ist das natürlich ziemlich angenehm.
Hannah kann entspannt mit uns durch die Straßen laufen, ohne dass wir uns ständig durch Menschenmengen bewegen müssen.
Wir schlendern durch kleine Gassen und machen uns in Richtung Regnitz auf den Weg.
Bamberg liegt auf sieben Hügeln und wird häufig mit Rom verglichen. Gleichzeitig wird die Stadt von der Regnitz und ihren verschiedenen Flussarmen geprägt. Diese besondere Lage sorgt für ein Stadtbild, das sich von vielen anderen deutschen Städten deutlich unterscheidet.
Und dann sind da natürlich die Häuser.
Fachwerkhäuser, barocke Fassaden, kleine Brücken und historische Gebäude reihen sich aneinander.
Je weiter wir laufen, desto mehr fühlen wir uns in eine andere Zeit versetzt.
Bamberg Sehenswürdigkeiten: Dom, Altstadt und Fachwerkhäuser
Unser Spaziergang führt uns über eine Brücke und weiter durch die historische Altstadt.
Bamberg ist nicht ohne Grund UNESCO-Welterbe. Die historische Innenstadt gehört seit 1993 zum UNESCO-Weltkulturerbe und umfasst ein außergewöhnlich gut erhaltenes Ensemble aus mittelalterlichen und bürgerlichen Stadtstrukturen.
Und das sieht man tatsächlich an jeder Ecke.
Wir laufen an alten Fachwerkhäusern vorbei, entdecken kleine Innenhöfe und historische Fassaden und lassen uns immer wieder von neuen Perspektiven überraschen.
Besonders schön ist der Weg hinauf zum Bamberger Dom.
Der Kaiserdom St. Peter und St. Georg gehört zu den bedeutendsten Bauwerken der Stadt. Der heutige Dom wurde im 13. Jahrhundert vollendet und verbindet romanische und gotische Elemente.
Schon von außen wirkt er beeindruckend.
Wir bleiben stehen, schauen nach oben und lassen die Architektur auf uns wirken.
Bamberg ist eine dieser Städte, bei denen man gar nicht besonders viel planen muss.
Einfach loslaufen reicht.
Bamberg mit Hund: Historische Gassen und viel zu erschnüffeln
Für Hannah ist unser Bamberg-Spaziergang mindestens genauso spannend wie für uns.
Neue Stadt bedeutet für sie vor allem neue Gerüche.
Und davon gibt es reichlich.
An jeder Ecke wird stehen geblieben, geschnüffelt und untersucht. Wir haben gelernt, dass ein Stadtspaziergang mit Hund ungefähr dreimal so lange dauert wie einer ohne Hund.
Aber genau deshalb erleben wir Städte oft anders.
Wir laufen langsamer.
Wir achten auf unsere Umgebung.
Wir bleiben stehen.
Und wir entdecken manchmal Dinge, an denen wir sonst einfach vorbeigelaufen wären.
Bamberg eignet sich dafür hervorragend.
Gerade die vielen kleinen Gassen und Wege entlang der Regnitz machen den Spaziergang abwechslungsreich.
Vegan essen in Bamberg: Abendessen bei Brüderla
Irgendwann meldet sich allerdings nicht nur Hannahs Nase.
Auch unsere Mägen haben Hunger.
Nach der fast vierstündigen Autofahrt und dem langen Spaziergang suchen wir uns ein Restaurant.
Unsere Wahl fällt auf Brüderla Bamberg.
Über HappyCow haben wir gesehen, dass es hier eine solide Auswahl an veganen Gerichten gibt.
Für uns ist das auf Reisen immer ein wichtiger Punkt.
Wir möchten nicht nur Sehenswürdigkeiten anschauen, sondern eine Stadt auch kulinarisch kennenlernen. Und gerade bei einem spontanen Kurztrip ist es angenehm, wenn man nicht stundenlang nach veganen Möglichkeiten suchen muss.
Unsere Erwartungen werden sogar übertroffen.
Das Essen schmeckt richtig gut und wir genießen den Abend in entspannter Atmosphäre.
Besonders das Bier-Tasting hat es uns angetan.
Bamberg und Bier gehören schließlich zusammen.
Die Stadt ist weltweit für ihre Brautradition bekannt und beherbergt beziehungsweise beherbergte zahlreiche traditionsreiche Brauereien. Besonders berühmt ist das Bamberger Rauchbier, das seinen charakteristischen Geschmack durch das Darren des Malzes über offenem Feuer erhält.
Auch für uns als Veganer ist die Bierkultur deshalb spannend – schließlich muss ein kulinarisches Erlebnis nicht immer aus Essen bestehen.
Und dann kommt noch der Cheesecake.
Ein Dessert, das wir definitiv nicht hätten auslassen dürfen.
Der vegane Cheesecake ist ein Gedicht.
Satt und zufrieden verlassen wir das Restaurant.
Bamberg bei Nacht: Das Alte Rathaus zur blauen Stunde
Eigentlich könnten wir jetzt direkt zurück ins Hotel.
Aber wir wären nicht wir, wenn wir nicht noch einen kleinen Umweg machen würden.
Unser Weg führt uns noch einmal Richtung Altes Rathaus.
Und das Timing könnte kaum besser sein.
Die blaue Stunde hat gerade begonnen.
Das Alte Rathaus liegt mitten in der Regnitz und ist eines der bekanntesten Wahrzeichen Bambergs. Der Legende nach soll der Bamberger Bischof den Bürgern kein Land für ein Rathaus geben wollen. Also schufen sie kurzerhand eine künstliche Insel im Fluss und bauten ihr Rathaus dort.
Ob Legende oder nicht – das Gebäude ist spektakulär.
Besonders die Fassadenmalereien machen das Alte Rathaus zu einem echten Hingucker. Die Illusionsmalereien erzeugen teilweise den Eindruck, als würden Figuren und Architektur aus der Fassade herausragen.
Im Licht der Dämmerung wirkt das Gebäude noch einmal ganz anders.
Wir bleiben einen Moment stehen.
Bamberg ist ruhig geworden.
Die Straßenlaternen spiegeln sich im Wasser und die historische Silhouette der Stadt zeichnet sich gegen den Abendhimmel ab.
Ein ziemlich perfekter Abschluss für unseren ersten Tag.
Frühstück in Bamberg: Vegan und mit Hund
Nach einer erholsamen Nacht haben wir am nächsten Morgen noch etwas Zeit, bevor unser eigentlicher Termin ansteht.
Also starten wir gemütlich in den Tag.
Wir könnten natürlich direkt ins Auto steigen.
Aber dafür gefällt uns Bamberg viel zu gut.
Stattdessen machen wir uns zu Fuß entlang der Regnitz auf den Weg.
Unser Ziel liegt ungefähr 2,5 Kilometer entfernt: Zeiten und Wunder.
Der Spaziergang am Wasser ist genau das Richtige für den Morgen.
Bamberg zeigt sich jetzt wieder von einer ganz anderen Seite. Während die Stadt am Vorabend langsam zur Ruhe gekommen ist, beginnt nun der neue Tag.
Menschen machen sich auf den Weg zur Arbeit.
Cafés öffnen.
Die ersten Geschäfte bereiten sich auf den Tag vor.
Und wir laufen einfach gemütlich am Wasser entlang.
Hannah genießt den Spaziergang mindestens genauso wie wir.
Vegan frühstücken in Bamberg
Bei Zeiten und Wunder angekommen, freuen wir uns auf ein ausgiebiges Frühstück.
Die vegane Auswahl kann sich sehen lassen und wir nehmen uns ordentlich Zeit, uns durch die Karte zu probieren.
Genau solche Frühstücke lieben wir auf Reisen.
Kein schnelles Croissant auf die Hand.
Kein Kaffee im Stehen.
Sondern hinsetzen, bestellen, genießen und einfach ein bisschen länger bleiben.
Und natürlich darf auch der Kuchen nicht fehlen.
Die Kuchenauswahl ist so verlockend, dass wir uns am Ende noch ein Stück gönnen.
Hannah geht ebenfalls nicht leer aus.
Für sie gibt es frisch gebackene Hundekekse.
Damit ist auch ihr Frühstück offiziell gesichert.
Und spätestens jetzt ist klar:
Dieser Ort hat bei Hannah einen Stein im Brett.
Bamberg als Kurztrip: Perfekt für eine kleine Auszeit
Gegen Mittag heißt es dann leider schon wieder Abschied nehmen.
Unser eigentlicher Termin wartet und wir müssen weiter.
Doch aus der einen geplanten Übernachtung ist für uns viel mehr geworden.
Bamberg hat uns überrascht.
Wir hatten die Stadt zunächst gar nicht als großes Reiseziel geplant. Es war eher ein praktischer Zwischenstopp, der sich aus einem Termin ergeben hat.
Und vielleicht sind genau solche Reisen manchmal die schönsten.
Keine monatelange Planung.
Keine ellenlange Liste mit Sehenswürdigkeiten.
Einfach ein Hotel buchen, Hund einpacken und losfahren.
Bamberg eignet sich dafür hervorragend.
Die Altstadt ist kompakt und lässt sich wunderbar zu Fuß erkunden. Gleichzeitig gibt es mit dem Dom, dem Alten Rathaus, Klein Venedig, der Alten Hofhaltung und den zahlreichen historischen Bürgerhäusern unglaublich viel zu entdecken.
Dazu kommen die Regnitz, die sieben Hügel und die besondere Mischung aus mittelalterlicher Stadtstruktur und barocker Architektur.
Und auch kulinarisch hat uns Bamberg überzeugt.
Gerade als Veganer haben wir bei unserem kurzen Aufenthalt mehr Möglichkeiten gefunden, als wir erwartet hatten. Dazu kommt die berühmte Bamberger Bierkultur, die der Stadt noch einmal einen ganz eigenen Charakter verleiht.
Für uns besonders wichtig:
Auch mit Hund lässt sich Bamberg wunderbar entdecken.
Die vielen Spazierwege entlang der Regnitz, die Parks und die überschaubare Altstadt machen die Stadt zu einem angenehmen Ziel für einen Kurztrip mit Hund.
Natürlich muss man bei Sehenswürdigkeiten und Restaurants wie immer individuell schauen, wo Hunde willkommen sind.
Aber insgesamt haben wir uns mit Hannah hier ausgesprochen wohlgefühlt.
Unser Fazit: Bamberg mit Hund und vegan
Unser spontaner Kurztrip nach Bamberg endet viel zu schnell.
Wir fahren weiter zu unserem eigentlichen Ziel und nehmen dabei das Gefühl mit, gerade erst einen kleinen Schatz entdeckt zu haben.
Bamberg ist wunderschön.
Aber nicht auf diese laute, spektakuläre Art, die manche touristischen Hotspots haben.
Die Stadt ist eher charmant.
Historisch.
Gemütlich.
Ein bisschen verwunschen.
Und voller kleiner Details.
Wir lieben die Fachwerkhäuser, die Brücken über die Regnitz, die verwinkelten Gassen und natürlich das Alte Rathaus, das mitten im Wasser zu schweben scheint.
Dazu kommt die Möglichkeit, Bamberg wunderbar zu Fuß zu erkunden.
Für uns als Reisende mit Hund ist das besonders angenehm.
Und auch vegan lässt sich die Stadt überraschend gut erleben.
Unser spontaner Ausflug hat uns deshalb eines ganz deutlich gezeigt:
Manchmal braucht es gar keinen großen Reiseplan.
Manchmal reicht ein Termin in der Nähe, eine freie Nacht und die Lust, einen neuen Ort kennenzulernen.
Für uns steht jedenfalls fest:
Bamberg sehen wir definitiv wieder.
Dann vielleicht nicht nur für eine Nacht.
Denn 24 Stunden reichen für diese wunderschöne Stadt eigentlich viel zu kurz.












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